wenn du fühlst, du gehst deinen Weg.


dann gehe ihn auf jeden Fall weiter.

das hat nichts damit zu tun, dass man die Ellenbogen ausfährt. es ist nicht verkehrt seinen Weg zu gehen, auch wenn manche Dinge dafür auf der Strecke bleiben. denn meist sind es doch die Dinge, die uns aufhalten. die Devise lautet nicht "um jeden Preis", sondern "entscheide dich für die Dinge, die dich glücklich machen und lasse das, was unglücklich macht zurück".

das ist nicht einfach. nehmen wir uns doch alle am Anfang des Jahres vor, dass das neu begonnene Jahr besser wird als das alte. wir wollen viele Dinge anders machen, besser irgendwie. im Laufe des Winter schlafen diese Ideen allerdings in der Regel wieder ein. dann kommt der Frühling und es ist so, als würden wir alle aus unserem Winterschlaf erwachen. die Menschen sind besser gelaunt, schaffen wieder mehr und irgendwie geht alles leichter von der Hand. zeigt uns die Natur, was wir zu tun haben? alles fängt an zu blühen, jedes Jahr wieder ein Neuanfang. es ist nicht so, dass wir jedes Jahr wieder alles von Null starten müssen, aber vielleicht zeigt es uns, dass wir unliebsame Dinge anpacken, oder gar verschwinden lassen sollten, um selbst wieder zu blühen.


ich habe das eigentlich nie so empfunden. Veränderungen habe ich immer gehasst, immer wollte ich, dass alles so bleibt, wie es ist. dass das nicht geht, war mir dabei allerdings immer bewusst, denn es ist nicht gelogen, dass sich in meinem Leben viele Dinge geändert haben und das schon immer. vielleicht habe deswegen immer so an Dingen fest gehalten? möglich.
inzwischen ist es anders. ich glaube, ich verstehe jetzt, wieso man Lust bekommt, sein Leben zu ändern. vielleicht sogar ein wenig sich selbst. es ist so etwas wie ein Neuanfang, den man vielleicht manchmal braucht. vielleicht das Aufwachen, aus dem ewigen Winterschlaf? 
die schönen Erinnerungen packe ich alle in Kisten, die ich immer bei Bedarf öffnen kann. alles weitere, lasse ich liegen, da wo es gerade ist. kein festhalten, kein daran herum reißen, bis es wieder passt. Dinge, die mich nicht glücklich machen, lasse ich los. und irgendwie tut es nicht einmal mehr so sehr weh. vielleicht wurde all das lange genug getragen und passt einfach nicht mehr?! es ist befreiend. nur fehlt mir einfach noch der Abstand und neue Dinge, die ich statt dessen anfassen kann. sie sind greifbar, aber noch immer hinter Glas. es ist okay, schon daran zu denken.

ich fühle, ich gehe endlich wieder den richtigen Weg. ich bin nie so wirklich davon abgekommen, doch habe ich auf meiner Reise irgendwie vergessen, dass sich auch die Landschaft ändern kann, wenn man auf langen Wanderwegen unterwegs ist. inzwischen habe ich verstanden, dass das okay ist, oder eher sogar genau das, was ich will. ich habe meinen eigenen Frühling.


Kommentare:

  1. Dein Text ist unglaublich schön und ich habe teilweise die selben Ansichten, man sollte nicht zuviel mit sich herumtragen.

    Die Fotos sind wunderschön!
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. danke schön, das ist lieb von dir. :)

      Löschen
  2. Also ich hänge immer noch am Altbewährtem. Ich hasse Veränderungen wie die Pest auch wenn ich manchmal weiß, dass es wirklich besser wäre.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. so ging es mir früher auch immer, ich kenne das sehr gut. mit der Zeit hat sich das nur irgendwie verändert. wer weiß, vielleicht kommt jeder einmal in seinem Leben an diesen Punkt. :)

      Löschen
  3. was ein toller post! ich finde es so wahr, was du schreibst...der richtige weg ist so schön und doch so schwer zu finden...;/
    allerliebste Grüße
    deine Limi ♥
    BUNTGEFLUESTER

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. danke schön. :)
      ja, da sprichst du etwas wahres, aber gerade weil es so schwer, ist sollte man sich nicht davon abbringen lassen. :)

      Löschen